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Jugend und Beruf

Auszubildender zum Industriemechaniker © Stadtwerke Bielefeld GmbH / Veit Mette

3. Weg in der Berufsausbildung

Keine Erfolge – keine Motivation  

Jugendliche, die gerne eine Ausbildung machen möchten und wissen, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung ihre Eintrittskarte in die Berufswelt ist, verfügen nicht immer über die notwenige Ausbildungsreife. Für diese Jugendlichen sinken die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ohne individuelle Unterstützung und professionelle Begleitung ist die Gefahr groß, dass die jungen Menschen keinen anerkannten Ausbildungsabschluss erreichen.    

Mehr Betreuung – mehr Erfolg  

Der 3. Weg in der Berufsausbildung ist ein betriebsnahes und praxisorientiertes Ausbildungsplatzangebot, das den teilnehmenden Jugendlichen einen anerkannten Berufsabschluss in 13 bestehenden Ausbildungsberufen ermöglicht. Das Neue an diesem Ausbildungsprogramm: während der landesweit in einheitliche Bausteine gegliederten Ausbildung haben die Jugendlichen eine flexible Ausbildungszeit von zwei bis maximal fünf Jahren bis zum Abschluss. Es wird an drei Lernorten ausgebildet: beim Bildungsträger, in den Berufskollegs und in den Betrieben. Auch diejenigen, die keinen Abschluss machen, können auf dem Arbeitsmarkt etwas vorweisen. Denn die Kammern bestätigen ihnen die erworbenen Teilqualifikationen. Die Jugendlichen schließen mit Bildungsträgern ihren Ausbildungsvertrag ab. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgt durch professionelle, interdisziplinäre Teams in den Agenturen für Arbeit und den ARGEn. Bildungscoaches, die der Bildungsträger stellt, betreuen die Jugendlichen in allen Phasen auf dem „3. Weg“.  

OWL weit vorn

Im Rahmen des Landesmodellvorhabens liegt seit seinem erfolgreichen Beginn in 2006 ein Schwerpunkt auf der Region OstWestfalenLippe. Der Anteil der Jugendlichen mit Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in Ausbildung ist hier besonders hoch. Insgesamt 388 Ausbildungsplätze werden in der Region gefördert. Bisheriges positives Fazit: Viele Jugendliche schaffen dank der Unterstützung durch den „3. Weg“ ihre Ausbildung in der regulären Ausbildungszeit. 2008 ist der zweite Ausbildungsjahrgang mit 174 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Start gegangen.  

Kompetenzen erwerben – Wege eröffnen  

Das Ausbildungsangebot 3. Weg in der Berufsausbildung eröffnet Jugendlichen, die auf dem herkömmlichen Weg keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, handfeste Perspektiven. Sie profitieren von  
  • flexiblen Ausbildungszeiten zwischen zwei bis fünf Jahren
  • persönlicher Begleitung durch professionelle Bildungscoaches
  • der Möglichkeit einzelne, zertifizierte Ausbildungsbausteine zu erwerben
  • Respekt, Anerkennung und Motivation durch Praxis- und Betriebsnähe  
Das Programm 3. Weg in der Berufsausbildung wird koordiniert von der Regionalagentur OstWestfalenLippe. Sie ist verantwortlich für die Antragstellung, führt regelmäßige Abstimmungsgespräche mit Bildungsträgern, Berufskollegs, Agenturen für Arbeit, SGB II-Trägern und der Bezirksregierung durch und moderiert Fallkonferenzen.  
Merkblätter und Handreichungen zum Förderkonzept und zum derzeitigen Ausbildungsjahrgang finden Sie unter hier...
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