Viele Schülerinnen und
Schüler brauchen zusätzliche Förderung, wenn der Einstieg in den Arbeits- und
Ausbildungsmarkt nach der Schule gelingen soll. Die Gründe können vielfältig
sein: schlechte Noten in Deutsch oder Mathematik, Probleme beim Sozialverhalten
oder fehlende berufliche Orientierung. An Förderangeboten mangelt es nicht,
aber die Vielfalt der Angebote ist kaum noch überschaubar. Wenn Jugendliche dann
nicht passgenau in Maßnahmen vermittelt werden können, die sie zielgerichtet
unterstützen, sinkt auch ihre Chancen, schnell einen geeigneten
Ausbildungsplatz zu finden.
Zusätzliche berufliche Förderung, so früh wie nötig
Das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene Modellvorhaben „Ein-Topf“ setzt genau hier an. Es ist ein neuer und auf individuelle Förderung der Jugendlichen ausgerichteter Ansatz. Das Ziel: Schaffung einer transparenten Angebotsstruktur der Berufsvorbereitung mit einem „Maßnahme-Prototyp“, für den einheitliche Qualitätskriterien gelten. Angesprochen werden alle Jugendlichen mit Förderbedarf nach Absolvieren der allgemeinen Schulpflicht. Aber bereits ab Klasse 8 profitieren Jugendliche, die die Ausbildungsreife voraussichtlich nicht erreichen, vom Programm. Die Schülerinnen und Schüler bekommen individuelle Unterstützung in Form von Stützunterricht, Bewerbungstrainings und Beratung. Durch die intensive Begleitung über einen längeren Zeitraum gelingt es, die Stärken und Defizite der Schülerinnen und Schüler besser zu benennen und die Jugendlichen zu motivieren, am Ball zu bleiben.
Jugendliche, die nach dem
Durchlaufen des Unterstützungsangebots von „Ein-Topf“ noch nicht
ausbildungsreif sind oder keinen Ausbildungsplatz finden, werden gezielt in
berufsvorbereitende Maßnahmen vermittelt.
Ein-Topf für Nordrhein-Westfalen
Am Modellvorhaben „Ein-Topf“ sind mehrere Regionen aus Nordrhein-Westfalen beteiligt. Das Programm wird auf Landesebene von einem Experten-Beirat begleitet.
In OstWestfalenLippe haben von 2007 bis 2009 die Stadt Bielefeld und der Kreis Minden-Lübbecke Strategien und Konzepte zum frühzeitigen Übergangsmanagement von der Schule in de Beruf im Rahmen von „Ein-Topf“ erprobt. Von der Stadt Bielefeld wird das Modellvorhaben bis 2010 fortgeführt.
Fragen zum Programm beantwortet gern
die Regionalagentur OstWestfalenLippe.
Weitere Informationen zum Modellprojekt erhalten Sie beim Bielefelder Jugendhaus.





