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Jugend und Beruf

Auszubildender zum Industriemechaniker © Stadtwerke Bielefeld GmbH / Veit Mette

Werkstattjahr - Berufsalltag erproben

Probleme beim Übergang Schule Beruf  

Für manche junge Menschen ist der Sprung in Ausbildung und Beschäftigung nicht aus eigenen Kräften zu schaffen: Sie haben die Schule mit einem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder ohne Schulabschluss verlassen oder Förderschulen besucht. Trotz zahlreicher Bewerbungen haben sie keinen Ausbildungsplatz gefunden. Sie nehmen an keiner Berufsvorbereitungsmaßnahme teil und wissen oft auch noch nicht, wohin ihre Reise beruflich gehen soll. Da sie berufsschulpflichtig sind, besuchen sie „Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis“ an Berufskollegs.  

Orientierung erfahren – Talente entdecken  

Für diese Schüler und Schülerinnen bietet das Werkstattjahr – ein gemeinsames Angebot des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen – Orientierung und Jobperspektiven. Das Werkstattjahr kombiniert zwei Tage Unterricht pro Woche am Berufskolleg mit drei Tagen Lernen in einer Ausbildungswerkstatt. Während eines mindestens sechswöchigen Betriebspraktikums sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Werkstattjahrs Erfahrungen im realen Arbeitsumfeld.  

Innerhalb eines Jahres vertiefen sie Grundfertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben, sie verbessern ihre praktischen Fähigkeiten, erwerben Schlüsselkompetenzen und erproben sich im beruflichen Alltag. Im Mittelpunkt stehen dabei Kenntnisse, die in Berufsfeldern wie Altenpflege, Handwerk, Handel oder Industrie gefragt sind. Während des Betriebspraktikums knüpfen die Jugendlichen wichtige Kontakte. Das ganze Werkstattjahr über können sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Unternehmen bewerben, denn wer einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz findet, wechselt direkt.  

Seit 2006 wird das Programm Werkstattjahr in OstWestfalenLippe erfolgreich umgesetzt. Gerade Jugendliche, die ihre persönlichen Neigungen und Stärken noch nicht kennen, verbessern im Werkstattjahr ihre Ausbildungschancen. Nicht selten starten sie nach dieser praxisorientierten Vorbereitung motiviert und selbstbewusst in die Berufswelt. 

Fit für die Praxis  

Für theorieschwache und eher praktisch begabte Jugendliche ist das Werkstattjahr die Chance, ihren Weg ins Berufsleben zu finden. Die Vorteile auf einen Blick:  
  • drei Tage Praxis in der Ausbildungswerkstatt
  • zwei Tage Unterricht am Berufskolleg
  • lernen und arbeiten unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder
  • Erwerb von Grundkenntnissen im Wunschberuf
  • mindestens sechswöchiges Betriebspraktikum
  • persönliche Kontakte zu Arbeitgebern  

Informationen  

Die Regionalagentur OWL begleitet die Umsetzung des Werkstattjahres in der Region. Arbeitsagenturen, Berufskollegs und Bildungseinrichtungen informieren interessierte Jugendliche.

Alle wichtigen Informationen sind im Merkblatt zum Werkstattjahr 2009/10 für Bildungsträger zusammengefasst. In der Broschüre „Werkstattjahr – das sagen die Beteiligten" berichten Jugendliche, Sozialpädagogen, Pädagogen, Unternehmen und Bildungsträger über ihre Erfahrungen mit dem Werkstattjahr.   

Merkblatt zum Werkstattjahr 2010/2011 PDF-Download
Broschüre Werkstattjahr - das sagen die Beteiligten PDF-Download (1.6 MB)
Flyer Werkstattjahr PDF-Download
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